Schlaf gut! – Ruhezeit nach der inneren Uhr

Schlaf gut! – Ruhezeit nach der inneren Uhr

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Du möchtest den idealen Wach-Schlaf-Rhythmus finden? Abgesehen von einem schönen Himmelbettchen hilft dabei auch ein gesunder Lebensstil. Das bedeutet, dass wir Alltagsroutinen brauchen, damit sich der Körper daran gewöhnt, wann Schlafen, Essen, Arbeiten und sonstige Aktivitäten anstehen.

Wie der Biorhythmus funktioniert

Als Biorhythmus werden körpereigene Prozesse bezeichnet, die einer bestimmten Regelmäßigkeit folgen. Jede Körperzelle folgt ihrem ganz individuellen Terminplan und erledigt so ihre Aufgaben. Wenn wir auf unseren Körper hören, teilt er uns meist auch genau mit, was er gerade braucht. Halten wir uns daran, ist es ganz leicht, unseren natürlichen Rhythmus zu finden.

Die ideale Zeit für die Nachtruhe

Wie Studien gezeigt haben, gibt es keine richtige Uhrzeit, um ins Bett zu gehen. Es stimmt auch nicht, dass man sich unbedingt vor Mitternacht hinlegen muss, um richtig gut zu schlafen. Wie Schlafforscher Joachim Ficker bestätigt ist der Schlaf 2-4 Stunden nach dem Zubettgehen jedoch ausgesprochen tief. Während dieser Phase finden Zellerneuerungsprozesse statt. Daraufhin folgt die Dämmerphase, in der die Hirnaktivität wieder steigt und das Herz schneller schlägt. Wichtig ist, dass das Schlafzimmer abgedunkelt und kühl ist.

Handys stören die Nachtruhe

Zu diesem Ergebnis kam Dr. Peter Spork, der sich ausgiebig mit unserem Schlaf auseinandergesetzt hat. Das Licht des Handys stört die Produktion des Schlafhormons Melatonin, das dafür sorgt, dass wir friedlich einschlummern. Dieser Prozess findet normalerweise zwei Stunden vor dem Zubettgehen statt und ist lichtabhängig. Wenn man sich direkt vor dem Schlafen noch mit dem Gerät beschäftigt gibt das Handylicht dem Körper das Signal, dass es noch nicht an der Zeit ist, müde zu werden. So schlafen wir ca. 1 Stunde später ein und schlafen außerdem nicht so entspannt.

Aber das Handy ist nicht der einzige Übeltäter. Auch E-Reader, die ja laut Hersteller besser für die Augen sein sollen beeinträchtigen die Qualität unseres Schlafs. Wie der Wissenschaftler erklärt hält jedes Elektrogerät mit weißem Licht den Körper vom Einschlafen ab. Also besser die Gute Nacht Geschichte in einer gedruckten Variante lesen.

Haben wir eigentlich Einfluss auf die innere Uhr?

Mit Tageslichtlampen ist sogar möglich den natürlichen Rhythmus des Körpers um ganze 2 Stunden auszutricksen. Dafür wäre aber eine tägliche Anwendung nötig. Wie Dr. Peter Spork erklärt, hat eine derartige Manipulation keine negativen Auswirkungen auf den Organismus. Problematisch wird es nur, wenn du deinen Biorhythmus auf längere Zeit gezielt gegen die Außenbedingungen wie Licht etc. programmieren willst, also zum Beispiel tagsüber schlafen und nachts arbeiten willst. Auch häufige Reisen in Länder mit Zeitverschiebung bringen den Körper aus dem Gleichgewicht.